Für Dialysepatient*innen ist ein individuell angepasstes, ärztlich überwachtes Training hier in der Uniklinik in der Dialyse-Abteilung möglich, das während der Dialyse durchgeführt werden kann.
Das Training während der Dialyse ist im besonderen Maße für körperlich stark beeinträchtigte Patient*innen geeignet, die Bewegungsangebote außerhalb der Dialyse kaum wahrnehmen können.
Es kann entscheidend zur Stabilisierung des Gesundheitszustands, zum Erhalt der Selbstständigkeit und Mobilität im Alltag beitragen und das Risiko von Pflegebedürftigkeit vermindern. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt das allgemeine Wohlbefinden und kann den allgemeinen Gesundheitszustand stabilisieren. Darüber hinaus kann das Rehasporttraining, auch während der Dialyse, viel Freude bereiten.
Hämodialysepatient*innen verbringen behandlungsbedingt zusätzlich Jahr für Jahr 600–1.000 Stunden im Liegen. In dieser Zeit den Körper zu aktivieren, ist sinnvoll. Schonung und Vermeidung von Bewegung führen jedoch zu Funktionseinbußen und Schwächung. Schon bei geringen Anstrengungen treten Überlastung und Erschöpfung auf. Je nach Stadium der Erkrankung erleben Nierenpatientinnen einen Mangel an Ausdauer und Kraft, Muskelkrämpfe oder Knochenschmerzen.
Was kann Sport bei chronisch Nierenkranken bewirken?
Sportliches Training kann die medizinische Behandlung an der Dialyse sinnvoll ergänzen und die chronisch erkrankten Menschen in jeder Hinsicht „wieder aufbauen“.
Besprechen Sie ausführlich mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt, welche Möglichkeiten des „Nierensports“ in Ihrem persönlichen Fall für Sie infrage kommen.
• In allen Stadien der chronischen Niereninsuffizienz kann mit dem Rehasport begonnen werden.
• Je früher begonnen und je regelmäßiger die sportlichen Aktivitäten durchgeführt werden, desto wirksamer ist das Training.
• Atemübungen
• Lockerungsübungen für Muskeln und Gelenke
• Beweglichkeitsübungen wie Beugen und Strecken der Beine, Arme, Hände und Füße sowie Dehnen der Muskulatur
• Koordinationsübungen, z. B. Gedächtnis- und Bewegungsspiele
• Kraftübungen, z. B. Hanteltraining, Theraband, Gewichtsmanschetten
• Ausdauertraining z.B. Bettfahrrad, Anleitung zum Walking oder Nordic Walking oder mehr Bewegung im Alltag
• Entspannung für Dialysepatient*innen
Bessere Bewältigung der Bewegungsanforderungen im Alltag, Beruf und in der Freizeit Verbesserung des Wohlbefindens, Stressreduktion und Steigerung der Lebensqualität.
Untersuchungen habe gezeigt, dass eine regelmäßige körperliche Aktivität bzw. ein Training während der Dialyse zu einer Erhöhung der Muskelkraft und einer Verbesserung der Muskelkraft und einer Verbesserung der Sauerstoffaufnahme führt.
Durch die Bewegung werden die Herz- und Beingefäße besser durchblutet, was zusätzlich die Entgiftung während der Dialysebehandlung unterstützt.
